Behinderungsarten und ihre Auswirkungen

By | 28. November 2016

Behinderungsarten

Behinderungsarten – Die Folgen einer Behinderung sind so individuell, wie der Mensch, der davon betroffen ist. Behinderungen mit körperlichen Auswirkungen haben  entsprechend völlig andere Prämissen als geistige Behinderung.

Wichtig ist für alle im erwerbsfähigen Alter demzufolge,dass Ihnen in der Gesellschaft ein Platz eingeräumt wird, der sie teilhaben lässt und ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen kann. Daher und unter diesem Aspekt ist die Inklusion ein wichtiges Thema geworden.

Sie rückt in den Focus aller Bemühungen. In der Bildungspolitik hat es bereits einige Veränderungen gegeben und im normalen Arbeitsleben sind zahlreiche Hürden genommen, um aktiv Inklusion zu verwirklichen.

Was ist Inklusion?

inklusion

In wörtlicher Übersetzung ist es Zugehörigkeit. Es bedeutet, dass Behinderung kein Grund ist, nicht überall mit allen Konsequenzen dabei zu sein. Deshalb spielt es keine Rolle in welchem Bereich des Lebens die Inklusion stattfindet.  Schule, Ausbildung, Beruf oder Freizeit, alles gehört dazu.

In der UN Behindertenrechtskonvention, die auch von Deutschland unterzeichnet wurde, ist Inklusion als Menschenrecht festgeschrieben worden. An der Umsetzung und dem Abbau von Hürden und Hemmnissen wird tagtäglich gearbeitet. Die Barrieren in den Köpfen der Menschen erweisen sich immer wieder als die, die am schwierigsten zu beseitigen sind.

Welche Behinderungsarten sind bekannt?

Behinderungsarten alphabetisch aufgelistet:

  1. Autismus

  2. Bewegungsstörungen

  3. Blind oder Sehbehinderung

  4. Diabetes I und II

  5. Epilepsie

  6. Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit

  7. Geistige Behinderungen

  8. Hirnschädigungen

  9. Kleinwuchs

  10. Nierenschädigungen

  11. Psychische Erkrankungen

  12. Rheuma

  13. Sucht

Mit anderen Worten, diese Erkrankungen können teilweise angeboren aber auch erworben sein und sie können Auswirkungen auf die Psyche haben, die somitein neues Kriterium der Behinderung werden.

Behinderungsarten – Autismus und Asperger Syndrom

Behinderungsart Autismus und Asperger Syndrom

Behinderungsart Autismus und Asperger Syndrom –

Zu den angeborenen Behinderungen zählt beispielsweise der Autismus und seine abgeschwächte Form das Asperger Syndrom.

Ferner handelt es sich um eine gestörte Verarbeitung und Aufnahme von Informationen im Gehirn. Im Allgemeinen ist Autismus durch das völlig in sich gekehrte Wesen mit Abschottung nach außen bekannt.

Die Erscheinungsformen sind auch hier breit gefächert. Beziehungsweise schwierig gestaltet sich die Integrierung von Autisten in den Arbeitsmarkt. Neuere Studien und bessere Diagnostik zeigen aber inzwischen Erfolge.

Behinderungsarten – Bewegungsstörungen

Behinderungsart Bewegungsstörungen

Behinderungsart Bewegungsstörungen –

Unter dem Sammelbegriff sind zahlreiche Krankheitsbilder zusammengefasst. Die Ursachen können organisch sein, wie angeborene Fehlstellungen außerdem Rückenmarksschäden oder auch Hirnorganisch. Sie werden auch als Folgen einer anderen Krankheit eingestuft. Bei Parkinson oder Rheuma beispielsweise kommt es  somit auch zu Bewegungseinschränkungen. Unabhängig von der Ursache der eingeschränkten Bewegungstätigkeit ist das begleitet von zusätzlichen Umständen. Die Auswirkungen können von chronischen Schmerzen begleitet werden, die zu psychischen Erkrankungen führen, wie Depressionen. Abhilfe ist mit Prothesen oder Hilfsmitteln, wie ein Rollstuhl dementsprechend zum Teil möglich.

Beispielsweise: Erkrankungen mit Auswirkung auf Bewegungsfähigkeiten

  1. Störung der Hirnfunktion, Gleichgewichtsstörung, Lähmung der Extremitäten

  2. Erkrankung des Muskelgewebes führt zu Muskelschwäche bis zur Lähmung

  3. Beschädigungen des Rückenmarks führen zur Lähmungen an Extremitäten bis zur Querschnittslähmung

  4. Nervenerkrankungen mit Lähmungserscheinungen an Extremitäten

  5. Arteriosklerose in den Beinen führt zu Gehstörungen und Schmerzen

  6. Wassereinlagerungen oder Lymphödeme sowie Lipödeme schränken die Funktion von Extremitäten ein

  7. Rheuma und Rheumatoide Erkrankungen schränken mit den Entzündungen die Funktionsfähigkeit der Hände, Wirbelsäule, Füße und aller Gelenke erheblich ein

  8. Schäden an der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle etc. behindern die Beweglichkeit

  9. Gelenkversteifungen führen zur Bewegungsunfähigkeit von Arm-und Beingelenken

  10. teilweiser oder ganzer Verlust von Extremitäten

  11. Erkrankungen der Nerven, wie Parkinson oder Multipler Sklerose können zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führen

Behinderungsarten – Sehschädigungen und Erblindung

Behinderungsart "Sehschädigungen, Erblindung"

Behinderungsart „Sehschädigungen, Erblindung“ –

Erblindung oder Behinderung des Sehvermögens werden unter dem Begriff Sehschädigungen behandelt. Weshalb eine Erblindung beispielsweise wie folgt definiert wird: Blind bedeutet, wenn auf dem besser funktionierenden Auge nur noch unter 2 % Sehvermögen verblieben sind. Das Erkennen von Licht beeinträchtigt die Einstufung in »blind« nicht.

Eine Gleichstellung mit blinden Menschen können schwer Sehbehinderte mit 2 bis 5 % Restsehvermögen erreichen.

Wer mit Sehhilfe nur noch 20 % Sehkraft erreicht und einen GdB 50 hat, also dadurch schwerbehindert ist, erhält die Einstufung »Blind«.

Behinderungsarten – Diabetes Typ 1 und 2

Behinderungsart - Diabetes Typ 1 und 2

Behinderungsart – Diabetes Typ 1 und 2 –

Als Stoffwechselerkrankung bekannt und in zwei Arten auftretend, ist Diabetes als heimtückisch zu bezeichnen. Es tut anfangs nichts weh und die Zuckerkrankheit, wie Diabetes im Volksmund heißt, geht dennoch schleichend voran. Diabetes wird in der Regel bei 4 Injektionen tgl. mit einem GdB 50 eingestuft.

Die angeborene Version ─ Diabetes Typ 1

An der Version Typ1 erkranken die Menschen schon sehr früh.  Typ 1 zählt zu den Autoimmunerkrankungen bei der ein bedrohlicher Insulinmangel besteht. Die Autoimmunreaktion zerstört im eigenen Körper durch eine heftige Überreaktion die Betazellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinproduktion zuständig sind. Gekennzeichnet ist diese Phase beispielsweise durch:

  1. starken Durst

  2. vermehrter Harndrang

  3. Müdigkeit

  4. Nervosität

  5. Koma

Der starke Insulinmangel ist darum nur durch Insulininjektionen auszugleichen. Das folglich die einzige Behandlungsart, die variabel gestaltbar ist. Insulinpumpen beispielweise sind derzeit das gängigste Mittel.

Die erworbene Version ─ Typ 2

Typ 2 gilt allerdings als echte Volkskrankheit. Bewegungsmangel und Überangebot an Nahrung führt daher zu Stoffwechselerkrankungen. Infolgedessen wurde vor einigen Jahren Typ 2 auch als »Altersdiabetes« bezeichnet. Leider sind inzwischen auch schon viele jüngere Menschen betroffen. Übergewicht wird als wichtige Ursache gewertet. Der sich schleichend ausbildende Insulinmangel, ausgelöst durch Insulinresistenz, bildet wenig Symptome aus, die demzufolge auch andere Ursachen haben können.

  1. Müdigkeit

  2. Kraftlosigkeit

  3. Antriebsmangel

Die schwerwiegenden Folgen sind zum Beispiel:

  1. Schlaganfall

  2. Herzinfarkt

  3. Sehstörungen bis zur Erblindung

  4. Depressionen

  5. Bluthochdruck, metabolisches Syndrom

  6. Nervenschäden

  7. diabetischer Fuß bis zur Amputation

Die Typ 2 Erkrankten Menschen haben gute Aussichten auf Verbesserungen durch die Änderung ihrer Lebensweise. Die Ernährungsumstellung und mehr Bewegung führen zu deutlichen Verbesserungen. Eine medikamentöse Begleitung ist angeraten. Regelmäßige Schulungen und Beratungen helfen bei der Veränderung der Lebensweise.

Behinderungsart – Epilepsie

Behinderungsart - Epilepsie

Behinderungsart – Epilepsie –

Ein Anfallsleiden, welches in verschiedenen Formen auftritt und abläuft. Für die Betroffenen ein Zustand ohne jede Kontrolle über den Körper und für die beteiligten Personen mit Schrecken verbunden. Ursache für epileptische Anfälle ist eine Überreaktion von Nervenzellen, die infolgedessen außer Kontrolle geraten. Die Ursachenforschung bei Epilepsie ist noch lange nicht abgeschlossen.

Bei einem großen Anfall, „Grand mal Anfall“ genannt, verliert der Mensch dementsprechend jegliche Kontrolle über seinen Körper. Der Gehirnbereich für Gleichgewicht ist gestört und das führt demzufolge dazu, dass die betroffenen Menschen hinstürzen. Sie verlieren daher das Bewusstsein und zucken daher dementsprechend am ganzen Körper, der sich darauf hin völlig versteift. Das kann schließlich bis zu zwei Minuten andauern. Die Verletzungsgefahr ist überdies sehr hoch.

Die Folgen sind entsprechend:

  1. Verletzung durch den Sturz bei Bewusstlosigkeit

  2. Verletzung des Kopfes während des Anfalls wegen heftigem Schütteln

  3. Biss auf die Zunge bis zum Abbeißen

  4. Zahnverletzungen

  5. einnässen

  6. zum Abschluss völlige Orientierungslosigkeit und Benommenheit

Viel öfter tritt dieses Anfallsleiden aber in seiner Kurzform auf. Bei vollem Bewusstsein und als Absencen von ca. 30 Sekunden zu beobachten. Das bedeutet folglich, der betroffene Mensch erscheint völlig abwesend und vollzieht Handlungen ohne jeden Sinn. Das kann sich in merkwürdigen Sätzen äußern, Herumrennen ohne Ziel oder auch Kauen von imaginären Brocken im Mund. Ansprechbar ist der Betroffene entsprechend in diesem Moment nicht.

Eine Ankündigung des kurzen Anfalls erfolgt oft durch einen Geruch, der wahrgenommen wird oder ein Geräusch. Es wurden auch unbestimmte Ahnung, wie Vorgefühl oder Aura genannt, berichtet. Die Verletzungsgefahr ist in diesen Fällen eher gering. Die Auswirkungen sind entsprechend nicht so folgenreich.

Allerdings ist davon auszugehen, dass dadurch Hirnzellen bei den Anfällen absterben. Bei einem großen Anfall mit kurzen Atemstillstand fehlt  dementsprechend die Sauerstoffversorgung im Gehirn. Neuere Erkenntnisse gehen daher davon aus, dass auch bei kleinen Anfällen Gehirnzellen geschädigt werden.

http://www.swissepi.ch/fileadmin/pdf/Zentrum/Was_geschieht_bei_einem_epileptischen_Anfall_im_Gehirn.pdf

Behinderungsart – Gehörlosigkeit

Behinderungsart - Gehörlosigkeit

Behinderungsart – Gehörlosigkeit

Gehörlos zu sein heißt nicht, nichts verstehen. Durch die Nutzung der Gebärdensprache ist eine gute Verständigung zwischen hörenden und nicht hörenden Menschen möglich. Mit einbezogen sind Mimik und Gestik, um dem »Gesagten« Ausdruck zu verleihen. Mit Handzeichen allein ließe sich der Wortschatz nicht umfassend ausdrücken. Die Gebärdensprache enthält einen Grammatik Anteil und wird zu einer äquivalenten Sprache. Gebärdendolmetscher sind in der Kommunikation mit Ämtern und Behörden behilflich. Das wird aus den Sozialleistungen finanziert.

Eine Verständigung mit Händen und Füßen sowie allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln ist bei aktiver Mitwirkung beider Seiten durchaus möglich. Ein paar Regeln unterstützen die Verständigung noch. Der gehörlose Gesprächspartner wird sicher für die Verständigung angeben, was er dazu benötigt.

  1. in Ruhe und freundlich heller Umgebung geht es leichter

  2. Aussprache langsam und deutlich gestalten aber nicht zu laut sprechen

  3. eventuell selber mit Gesten und Gesichtsausdruck das Gesagte untermalen

  4. klar, deutlich, langsam sprechen

  5. keine fremden Begriffe und Fremdwörter verwenden

  6. Namen und besondere Mitteilungen besser aufschreiben

  7. vergewissern, ob es auch verstanden wurde

Leider bleibt die Gehörlosigkeit nicht ohne Folgen für den Betroffenen. Psychische Schäden, soziale Folgen und auch physische Folgen können bei einer unbehandelten Hörstörung entstehen. Mangelndes Selbstwertgefühl führt schnell in eine Isolation und wird zu einer Spirale von psychischen Störungen. Diese lösen nicht selten körperliche Beschwerden aus. Erhöhter Blutdruck und Kopfschmerzen sind schnell die Folge.

http://www.hear-it.org/de/folgen-von-schwerhorigkeit

Geistige Behinderung

Geistige Behinderung

Geistige Behinderung

Eine geistige Behinderung ist keine Einzelkrankheit. Vielmehr ist die Bezeichnung ein Sammelbegriff für alle Einschränkungen in der Intelligenz eines Menschen.

Die Unfähigkeit Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und anzuwenden ist in vielen Abstufungen vorhanden. Als Folge einer solchen Behinderung können bzw. werden auftreten:

 

  1. erheblich eingeschränkte Fähigkeit zu Lernen

  2. Entwicklungsverzögerungen bei kleinen Kindern im Vergleich zu den Gleichaltrigen in alle Richtungen wie Laufen, Sprechen, sauber werden

  3. Auffälligkeiten im Verhalten und Umgang durch Ausprägung von Tic Störungen, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizite sowie Zwangsstörungen

  4. Hör- und Sehstörungen

  5. Einschränkungen des Gesichtsfeldes

  6. Ausprägung diverser Syndrome wie: depressiv und manisch, Paranoia, Angst etc.

  7. Herabsetzung des Schmerzempfindens und Lähmungen

Außerdem ist eine geistige Behinderung kein Grund, sich Zuhause zu verstecken. Eine Arbeitsmöglichkeit außerhalb der beschützenden Werkstätten ist durchaus möglich. Warum auch nicht, denn viele Arbeiten sind in immer wiederkehrendem Rhythmus zu verrichten, die einmal gelernt (wenn auch mühsam) ausgeführt werden. So wie Waschen, Anziehen und Schuhe binden erlernt werden.

Die jungen Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sind im positiven Trend. Inklusion in gelebter Version bietet den mit großer Motivation tätigen geistig Behinderten eine Chance.

Unter der Berücksichtigung von Voraussetzungen, die ein geistig Behinderter braucht, um sich zu orientieren, ist eine Berufstätigkeit durchführbar.

  1. eine Bezugsperson, die als fester Ansprechpartner in allen Belangen fungiert

  2. klare Aufgabenstellungen, die eindeutig definiert sind

  3. Abläufe, die fest stehen und eingeübt werden

  4. Routineaufgaben

  5. Unterstützung beim Anlernen, bis die Handgriffe sitzen bzw. die Abläufe verinnerlicht sind

  6. mögliche Gefahrenquellen verhindern, beseitigen oder absperren

  7. soziale Einbindung und Kontaktpflege im Arbeitsbereich

je nach Schwere und Ausprägung der geistigen Behinderung ist auch als Teilhabe am Arbeitsleben die Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte möglich. Eine geistige Behinderung ist auch als Folge einer anderen Erkrankung möglich. Hirnschäden nach einem Unfall, als Folge einer bakteriellen Meningitis oder Borreliose nach einem Zeckenbiss sind Beispiele für erworbene Schäden.

Behinderungsarten – Kleinwuchs

Behinderungsarten - Kleinwuchs

Behinderungsarten – Kleinwuchs „Ethan Crough“

Diese Form der Behinderung, hervorgerufen durch Hormonstörungen, ist in ca. 450 bekannten Formen aufgetreten.

Als kleinwüchsig gelten Menschen mit einer Körpergröße von bis zu 140 cm. Rechtzeitig erkannt, kann durch Hormongaben ein normales Wachstum erreicht werden.

Ist der Kleinwuchs durch genetisch bedingte Störungen hervorgerufen, zeigt es sich in Knochen und Knorpelbildung deutlich.

 

  1. Hormone der Hypophyse(Hirnanhangdrüse) fehlen

  2. Schilddrüsenhormone fehlen

  3. Nebennierenrindenhormone fehlen

Der Bau des Körpers ist auffällig mit kurzen Armen und Beinen. Hüftgelenke und Ellenbogengelenke weisen eine Streckhemmung auf. Folgeerscheinungen bei Kleinwuchs sind oftmals:

  1. Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme

  2. soziale Einschränkungen

  3. Alltagsprobleme wegen nicht Erreichen ganz banaler Dinge

Behinderungsarten – Nierenerkrankungen

Behinderungsarten - Nierenerkrankungen

Behinderungsarten – Nierenerkrankungen – Urheber: nerthuz

 

Mit weitreichenden Folgen müssen Menschen mit Niereninsuffizienz leben. Das Versagen der Nieren ist mit Dialyse bzw. Transplantation zu behandeln.

Leider stehen nicht genug passende Organe zur Verfügung, so dass die Liste der Wartenden unendlich lang wird.  Ein prominentes Beispiel ist in Deutschland der Außenminister Frank Walter Steinmeier.

Aber auch Menschen die auf Grund einer erkrankten Niere beeinträchtigt sind kann mittels einer Dialyse entsprechend geholfen werden.

 

 

Die Unterstützung der Integrationsämter für Dialysepatienten ist vorgegeben und die Arbeitsplätze werden entsprechend gestaltet:

  1. flexible Arbeitszeiten oder Heimarbeit/Telearbeitsplatz

  2. Lohn/Gehalt und Krankengeld kombinieren für die Dialysezeiten

  3. teilweise Erwerbsminderungsrente

  4. Vorhaltung eines speziellen und sterilen Raumes für Dialysepatienten während der Arbeit ist eine sehr seltene Version

  5. Vermeidung aller beeinträchtigenden Faktoren wie Staub, Schmutz, Lärm, Akkordarbeit, keine Nachtarbeit oder Wechselschichten

Was passiert bei der Dialyse?

Das Blut wird gereinigt von Stoffwechselabbauprodukten, Giftstoffen und überschüssigem Wasser. Das, was die Nieren im Körper leisten, wird nun außerhalb durch eine Maschine erledigt. Das Filtern und die Rückführung des gereinigten Blutes nimmt bis zu 5 Stunden in Anspruch und ist bis zu 3 x in der Woche notwendig.

Die zweite Dialyseform ist über das Bauchfell als Peritonealdialyse bekannt. Ein Katheter in der Bauchhöhle führt zum Bauchfell, dass eine sehr gute Durchblutung hat und somit geeignet ist, die Blutreinigung dort anzusetzen. Eine Transplantation ist die Hoffnung aller Dialysepatienten. Die Folgen des Nierenversagens sind schwerwiegend und betreffen auch weitere Organe. Herz-Kreislaufprobleme, Wasseransammlungen/Ödeme, die nicht ausgeschiedenen Schadstoffe im Körper verursachen weitere Schäden. Es sind Kettenreaktionen der anderen Organe die Folge.

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Sind in zunehmendem Maße zu verzeichnen. Stress und Schlafmangel machen krank, sehr krank sogar. Belastungen in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft wirken sich dramatisch auf den Gesundheitszustand aus.

Am Arbeitsplatz lassen sich Veränderungen schaffen, wenn durch so eine Erkrankung der Arbeitsplatz gefährdet wird. Präventiv ist mit Einsatz der folgenden Maßnahmen eine Gefährdung zu mindern:

  1. Zeitdruck und Publikumsverkehr mindern oder vermeiden

  2. Kommunikation klar und eindeutig auch zu Veränderungen am Arbeitsplatz

  3. Auswirkungen auf die Arbeit und die anderen Kollegen besprechen, besonders, wenn Medikamente Verhaltensänderungen bewirken

  4. festen Ansprechpartner bestimmen, der auch Hilfe leisten kann

Psychische Erkrankungen zeigen sich in verschiedenen Auswirkungen. Da sind zu nennen;

  1. Depressionen

  2. Manien

  3. Wahnvorstellungen mit Verfolgungswahn

  4. Bedrohung fühlen und Angststörungen

  5. Störungen in Belastung und Anpassung nach einschneidenden Erlebnissen wie Tod, Scheidung, schweres Leiden und Verbrechen

  6. Phobien auch im sozialen Bereich

Als Folge von psychischen Erkrankungen werden auch wie bei psychosomatischen Erkrankungen Störungen ausgebildet. Herzrasen, Schweißausbrüche, wofür keine organische Ursache gefunden wird. Verhaltensstörungen mit sozialem Rückzug sind entsprechend häufig die Folge.

Behinderungsart – Rheuma

Behinderungsart - Rheuma

Behinderungsart – Rheuma

Der Name ist ein Sammelbegriff für viele Erkrankungen. Rheumatischer Formenkreis genannt, sind bis zu 400 verschiedene Krankheitsbilder möglich.

Hierbei handelt es sich um eine Fehlsteuerung im Immunsystem des Körpers. Arthritis geht mit dauerhaft entzündeten Gelenken einher und ist vor allem an den Händen bekannt.

Schwere Einschränkungen im Alltag sind die Folge, da die Hände nur unter Schmerzen benutzt werden können. An der Wirbelsäule ist die häufigste Erkrankung »Morbus Bechterew«, besser bekannt unter Spondylose.

Eine erste Unterteilung erfolgt nach:

  1. den entzündlich rheumatischen Erkrankungen

  2. degenerativ veränderten Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

  3. Weichteilrheuma

  4. Stoffwechselkrankheiten mit rheumatischen Beschwerden

  5. Entzündungen der Blutgefäße

  6. Kollagenosen

Entzündlich rheumatische Erkrankung

Die Versteifung an Becken und Wirbelsäule ist äußerst schmerzhaft und führt zu schweren Einschränkungen in der Beweglichkeit. Besonderheit bei dieser Form ist, dass die Veränderungen an den Knochen parallel zerstörend und neubildend ablaufen.

http://www.netdoktor.de/krankheiten/morbus-bechterew/

Degenerative Veränderungen

Unter der Bezeichnung Arthrosen werden Knorpel verschleißbedingt zerstört. Infolgedessen sind erhebliche Bewegungseinschränkungen und starke Schmerzen vorrangig. Die Abnutzungen an den Gelenken und der Wirbelsäule können in ihrer Auswirkung lediglich etwas gelindert werden. Eine Heilung erfolgt hingegen nicht.

Weichteilrheuma

Entsteht durch eine Reizung oder Überbelastung der Sehnen, Bänder und Muskeln. Aber auch an den Organen und Blutgefäßen ist diese Form von Rheuma möglich. Gicht, als Stoffwechselkrankheit mit hohen Werten von Harnsäuren, löst ebenso rheumatische Beschwerden aus wie Osteoporose. Schmerzen sind dementsprechend die Folge mit starken Einschränkungen in der Beweglichkeit.

Kollagenosen

Werden als systemischer Befall der Bindegewebsstrukturen bezeichnet. Die bekannteste Form ist die Polymyalgia Rheumatica, gekennzeichnet durch starke Muskelschmerzen. Ein verändertes Gangbild prägt alle Rheumaformen. Unter günstigen Bedingungen ist die Beschäftigung von Rheuma Erkrankten möglich. Zu diesen Bedingungen gehören gut temperierte Räume, denn Kälte erzeugt zusätzliche Schmerzen und eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Ergonomische Gestaltung des persönlichen Arbeitsplatzes und gegebenenfalls entsprechende technische Hilfsmittel erleichtern die Tätigkeit.

Behinderungsart – Sucht

Behinderungsart - Sucht

Behinderungsart – Sucht

Mit Einfluss auf alle Lebensbereiche haben im Folgenden Menschen unter einer Sucht zu kämpfen. Bevor eine Sucht sich manifestieren kann, ist Prävention wichtig. Zuhause, am Arbeitsplatz und in der Freizeit mit Freunden sind Gelegenheiten zur Vorbeugung gegeben.

Suchtverhalten ist daher bei aufmerksamen Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern dementsprechend auf Dauer nicht zu verbergen. Ein entsprechendes Einwirken auf den suchtgefährdeten Menschen und Hilfe zu organisieren, ist  umso mehr Voraussetzung für Abhilfe. Sucht verändert nicht nur körperlich, sondern der Reiz wird unwiderstehlich.

Das Herbeiführen des ersehnten Zustandes wird entsprechend in immer kürzeren Abständen erfolgen und das Leben dadurch bestimmen. Zustände mit Entzugserscheinungen nehmen potential mit der Steigerung der Dosis entsprechend zu. Beschaffungskriminalität, Weglassen normaler Lebensmittel zu Gunsten der Suchtmittel und Tagesabläufe, der der Sucht unterliegen, kommen anschließend dazu. Bei einer Sucht entsteht deswegen immer eine Abhängigkeit. Je nach Art der Sucht sind die Auswirkungen verschieden.

  • Alkoholsucht

  • Nikotinsucht

  • Drogensucht

  • Tablettensucht

Alkoholsucht

Diese Sucht führt zu körperlichen und sozialen Schäden. Körperliche Veränderungen an der Leber sind hierdurch zwangsläufig. Der Alkohol wird über die Leber abgebaut und demzufolge wird diesem Organ eine ungeheure Mehrarbeit zugemutet. Bei einer täglichen Menge von 40 g bis 60 g ist eine Leberschädigung bereits indiziert. Bei fortschreitendem Alkoholkonsum führt es zur Zersetzung, der »Leberzirrhose« und zum Krebs. Es ist hierdurch bereits nachgewiesen, dass Alkohol Krebs auslösend ist. Mund-und Rachenraum, Speiseröhre und Darm sind außer der Leber ebenfalls betroffen.

Im psychosozialen Bereich werden die Schäden im Folgenden deutlich schnell ansteigen. Die Probleme des Alltags und des Lebens mit Alkohol zu ertränken, führt überdies zu weiteren Problemen. Für den kurzen Moment des Rausches sind sie nicht primär im Bewusstsein, dringen aber mit Macht erneut hervor. Der sogenannte Teufelskreis, der anschließend bis zur Obdachlosigkeit und Verlust von Arbeit und familiärem Halt führt.

Nikotin

Die feinere und nicht so schwer im Umfeld erscheinende Sucht kann zum Tod führen. Die Atemorgane werden mit den Rückständen aus dem Tabak schwer geschädigt.

Drogen

Sind die schnellen Rauschmittel in den verschiedensten Formen. Tabletten, Pilze, Kräuter, Spritzen und Rauchware oder Pulver schnupfen sind gängige Formen. Das perfide an den Drogen ist folglich die schnelle Abhängigkeit. Gerade Kinder Jugendliche sind höchst gefährdet und Prävention ist absolut notwendig. Die Auswirkungen von Drogen auf den Körper sind brachial und nur sehr schwer wieder zu heilen.

Die Abhängigkeit und der immer schneller gebrauchte nächste Schuss geben dem Körper keine Zeit für Erholung. Die Schäden an den Organen, die die Drogen im Körper verarbeiten und ausscheiden, sind unumkehrbar. Leber, Magen-Darmtrakt, Lunge und Herz sind geschädigt und die Hirnzellen sterben ab. Besonders auffällig ist die Hautveränderung. Das Altern scheint im Zeitraffer zu erfolgen. Störungen in der Psyche sind unvermeidbar, da der sich schnell verändernde körperliche Zustand sehr wohl wahrgenommen wird.

Tabletten

Für jedes Leiden gibt es Medikamente, die es lindern. Der schnelle Griff zur Tablette bei jedem Anzeichen eines Leidens kann dadurch in die Abhängigkeit führen. Nicht schlafen können, Kopfweh und allgemeines Unwohlsein führen sehr schnell zur Einnahme von Medikamenten. Bei Stress und großem Druck ist schnell eine Pille zur Hand, die den Moment lindert nur die Ursachen bleiben unberührt.

Die Dauereinnahme von Medikamenten führt dementsprechend zu Schäden an Leber, Nieren und Magen-Darmtrakt. Die Symptome, die zur Einnahme geführt habe treten hingegen nun verstärkt auf. Kopfschmerzen in Dauer, Magenprobleme und schlafen funktioniert irgendwann auch mit Tabletten infolgedessen nicht mehr.

4 thoughts on “Behinderungsarten und ihre Auswirkungen

  1. Klaus Littig

    Was für Vorteile oder Rechte habe ich bei einer Behinderung von 50%. Ermäßigungen bei bei Veranstaltungen oder Steuern usw.?

    Reply
    1. enrico Post author

      Hallo,

      mit einem Grad der Behinderung von 50 gelten Sie vom Gesetz her als Schwerbehindert und somit stehen Ihnen verschiedene Vergünstigungen zu.

      Mehr zu diesem Thema finden Sie unter folgenden Links:

      http://schwerbehindertenausweis.biz/leistungen-zur-teilhabe/
      http://schwerbehindertenausweis.biz/steuervorteile-fuer-behinderte-menschen/
      http://schwerbehindertenausweis.biz/verguenstigungen-auto-und-verkehr/
      http://schwerbehindertenausweis.biz/nachteilsausgleiche/

      Mfg
      Enrico Geduhn

      Reply
  2. Roland Wernle

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich leide seit 10 Jahren an Prostatakrebs und kann nur noch hormonell-medikamentös behandelt werden.
    Jetzt traf ich einen alten Schulfreund der ebenfalls Prostatakrebs hat und mir mitteilte, dass er deshalb einen Schwerbehinderten ausweis erhalten hat. In Ihren Unterlagen ersehe ich jedoch nicht, dass Krebserkrankungen zu einder Schwerbehinderung führen.-
    Bitte um Erklärung
    mit freundlichen Grüssen
    Roland W.

    Reply

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