Wenn das Versorgungsamt nicht reagiert und untätig bleibt

By | 26. Oktober 2017

Welche Möglichkeiten hat eine Schwerbehinderte Person wenn das Versorgungsamt nicht reagiert und untätig bleibt?

Wenn das Versorgungsamt nicht reagiert und untätig bleibt! Welche Möglichkeiten haben Sie als Antragsteller?

Beispiel aus der Praxis:

Herr oder Frau Mustermann hat beim zuständigen Versorgungsamt korrekt und im erforderlichen Zeitraum Widerspruch eingelegt. Nun sind seit dem Widerspruch ein halbes Jahr vergangen ohne eine Antwort seitens des Versorgungsamtes. Welche Möglichkeit besteht das Versorgungsamt zu zwingen auf ihren Widerspruch zu antworten und eine Entscheidung zu fällen?

Wenn das Versorgungsamt nicht auf den Widerspruch antwortet!

Es macht absolut keinen Sinn Monate auf eine Entscheidung vom zuständigen Versorgungsamt zu warten. In diesem Fall ist es vorteilhaft eine Rechtsschutzversicherung zu haben und einen Anwalt zu beauftragen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie die Kosten für ein Anschreiben selber zahlen.

Verlieren Sie auf keinen Fall noch mehr Zeit. Setzen Sie das Versorgungsamt mit einem Anschreiben von Ihrem Anwalt unter Druck und geben Sie dem Sachbearbeiter eine Frist um über den Widerspruch zu entscheiden.

Das Versorgungsamt steht in der Pflicht binnen drei Monaten über ihren Fall zu entscheiden. Sie haben nun die Möglichkeit beim Sozialamt eine Untätigkeitsklage § 88SGG einzureichen. Die Pflicht des Sozialamtes ist es das Versorgungsamt zu zwingen über den Widerspruch zu entscheiden.

Tipp:

Versuchen zu erst anzudrohen eine Untätigkeitsklage § 88SGG gegenüber dem Versorgungsamt einzureichen. In den meisten Fällen reicht das aus um eine Bearbeitung zu erzwingen.

 

 

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