Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Durch | 29. März 2021
Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

Zweites Pflegestärkungsgesetz, umfassende und verbesserte Pflegeleistungen

Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II) im Überblick Seit 2017 sind durch das Zweites Pflegestärkungsgesetz PSG II umfassende und verbesserte Pflegeleistungen für Pflegebedürftige, deren Angehörige sowie Pflegekräfte in Kraft getreten. Eine grundlegende Änderung im Vergleich zum alten Pflegesystem ist ein neues Begutachtungssystem mit sechs verschiedenen Beurteilungskriterien und nunmehr fünf Pflegegraden. Das Erste Pflegestärkungsgesetz sah nur drei Pflegestufen vor, wonach Pflegebedürftige auf ihre körperliche Bedürftigkeit hin beurteilt wurden und erst danach möglicherweise Anspruch auf eine Kassenleistung erhielten oder nicht.

Mit dem neuen Gesetz wird geprüft, wie selbstständig jemand den Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellen kann

Zweites Pflegestärkungsgesetz
Zweites Pflegestärkungsgesetz

Bis 2017 wurde also lediglich der körperliche Unterstützungsbedarf im Alltag überprüft, ob jemand Kassenleistungen beziehen durfte. Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz wird nun geprüft, wie selbstständig jemand den Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellen kann. Dies stärkt vor allem solche Patienten, die geistige oder psychische Einschränkungen haben, zum Beispiel Menschen mit einer Demenzerkrankung. Gerade sie sollten mit den neuen Begutachtungskriterien besser eingestuft werden können. Damit erhalten nun alle Pflegebedürftigen einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, egal ob sie körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigt sind. Ziel dieser neuen Maßnahmen ist es, die Fähigkeiten von pflegebedürftigen Menschen zu erhalten und sogar zu stärken. Sie stärken damit die Pflegeberufe, die Pflege also im Allgemeinen, aber vor allem, und das kommt den Pflegebedürftigen zugute, die Pflege zuhause.

Leistungen, die vor dem Zweites Pflegestärkungsgesetz PSG II bewilligt wurden, bleiben erhalten, wie sie vor 2017 zugesichert wurden. Das heißt, dass Pflegebedürftige sowie deren Angehörige und Pflegekräfte, die eine Leistung aus der Pflegeversicherung vor 2017 bewilligt bekamen, mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz nicht schlechter gestellt werden. Es erfolgt auch keine neue Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Grundsätzlich gilt für die neuen Pflegegrade: Je unselbstständiger ein Antragsteller ist, desto höher wird der Pflegegrad von einem Gutachter der jeweiligen Pflegekasse empfohlen. Und umso mehr Leistungen können Pflegebedürftige sowie deren Angehörige und Pflegekräfte aus der Pflegeversicherung erwarten. Die Beurteilung obliegt letzten Endes jedoch einzig und allein dem jeweiligen Gutachter.

Autor: enrico

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